8. St. Petersburg: Zar, Lenin und was nun?
Ein Film von Wolfgang
45 Min., 1992
8. St. Petersburg: Zar, Lenin und was nun?
von Wolfgang Bergmann, 30 Min.
St. Petersburg, ehemals Leningrad, ist die älteste Eisenbahnmetropole Russlands, des Nordens überhaupt. Die Stadt ist reich an kunsthistorischen Attraktionen, Glanz der Vergangenheit und Verfall gehen bruchlos ineinander über. Die Bahnhöfe sind zu Problemzonen der Stadt geworden. Die Schattenseiten der neu gewonnenen Freiheiten und der Marktwirtschaft werden hier überdeutlich: Armut, Verelendung, Aggressionen, Diebstahl, Raub und Alkoholismus.
In der zweiten Hälfte des 19.Jahrhunderts wurden in St. Petersburg die ersten Eisenbahnlinien und Bahnhöfe Russlands in Betrieb genommen. Von hier fuhr ab 1904 der legendäre Transsibirienexpress seine über 8000 km lange Strecke zum Pazifik. Der Film erzählt die Geschichte dreier Bahnhöfe, des Witebsker, des Finnländischen und des Moskauer Bahnhofs.
Der Witebsker Bahnhof wurde 1904 im Jugendstil fertig gestellt und hat – was für Russland bis heute eine Ausnahme ist – eine überdachte Gleishalle. Von dem alten Witebsker Bahnhof führte die erste russische Eisenbahnlinie nach Puschkin und Pawlowsk, der Sommerresidenz der Zarenfamilie. Im filigranen Pavillon von Zarskoje Selo fanden berühmte Konzerte statt und auch Johann Strauss gastierte in den 60er Jahre des 19. Jahrhunderts dort.
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