Mailand – Stazione Centrale

Ein Film von Nello Correale
45 Min., 1992

Teil 9 Mailand – Stazione Centrale
von Nello Correale

Die Stazione Centrale, der Hauptbahnhof von Mailand, ist eine perfekte Mischung aus Ingenieurskunst und Architektur. Er ist einer der letzten monumentalen Hallenbauten dieser Art in Europa und ein bedeutender Eisenbahnknotenpunkt. 450 Züge werden hier täglich abgefertigt. Der architektonische Plan war schon 1912 fertig gestellt, der Bau musste zunächst wegen des 1. Weltkrieges und später aus Geldmangel verschoben werden und wurde erst 1931 eingeweiht. Historische Fotos und Filme erinnern an die Zeit der Erbauung des Bahnhofs. Die riesigen mythologischen Skulpturen auf dem Dach zeugen noch heute von dem Glaubensbekenntnis seines Architekten, des Freimaurers Ulisse Stacchini.
Der Bahnhof wurde zum Treffpunkt für Immigranten aus dem Süden Italiens und aus den osteuropäischen Ländern. Viele Obdachlose und Arme suchten hier Unterschlupf und nächtliches Asyl. In ungenutzten und abgestellten Waggons haben sie ihr Quartier aufgeschlagen. Ein Priester, der auch eine kleine Kapelle im Bahnhof betreut, kümmert sich um sie.

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