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Lichtfilm left

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Synag straubg 715

Ein Dokumentarfilm von Wolfgang Bergmann (Laufzeit 45)

 

1988 machte mich eine kleine Notiz in der Zeitung aufmerksam: In Straubing stehe die einzige Synagoge Bayerns, die in der Pogromnacht 1938 nicht zerstört oder angezündet wurde und die Thorarolle sei von einem Straubinger Bürger gerettet und nach dem Krieg an die neue jüdische Gemeinde zurückgegeben worden.
Bei meinen ersten Recherchen in Straubing traf ich auf eine Fülle von Indizien, die dies belegen. Ein Mitglied der jüdischen Gemeinde bestätigte, die Thorarolle, säuberlich verpackt, nach dem Krieg empfangen zu haben. Ein 90jähriger ehemaliger Polizist erzählte, dass er nach der Pogromnacht in die Synagoge abkommandiert war, um die Schäden zu besichtigen: Eine Thorarolle sei zu diesem Zeitpunkt nicht mehr vorhanden gewesen. Aber auch eine “Straubinger Bürgeraktion für Recht und Ordnung”, mit über 7 Prozent im Stadtparlament vertreten, verdeutlichte auf erschreckende Weise die Gegenwart nazistischen und antisemitischen Denkens