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chöömej tuva 3erfoto

Ein Dokumentarfilm von Wolfgang Hamm (Laufzeit 45/60 Minuten)

 

Am “Ende der Welt”, genauer gesagt im geographischen Zentrum Asiens zwischen Sibirien und der Mongolei, liegt die kleine Republik Tuva. Über Jahrhunderte hinweg war das von Bergketten umschlossene Land von der Außenwelt isoliert. Wir wüssten nichts von Tuva, wäre da nicht dieser eigenartige Gesang. Was die turksprachigen Tuviner ihren Stimmbändern und Kehlen entlocken, gehört zu den erstaunlichsten Vokalformen der Erde. Ihr phänomenaler Oberton- bzw. Kehlkopfgesang, den sie “Chöömeij” nennen (tuvinisch “Kehle”), begeisterte in den letzten Jahren das Weltmusik-Publikum in Europa, USA und Japan.
Wolfgang Hamm, Komponist und Autor, reiste dreimal ins weitgehend unbekannte Tuva, um den Geheimnissen des Chöömej an Ort und Stelle auf die Spur zu kommen. Nach umfangreichen Recherchen und der Produktion einer CD (WorldNetwork, Preis der deutschen Schallplattenkritik 1994) galt seine 4. Tuva-Reise dem Medium Film und der Fragestellung, warum gerade in Tuva die Obertonmusik so weit verbreitet und so tief verwurzelt ist. Ist es die enge Bindung der Nomaden und Viehzüchter an die Natur, aus der der Chöömej seine Inspiration bezieht? Ist es die spirituelle Welt der Schamanen oder der Einfluss des tibetischen Buddhismus, der diese extreme vokale Ausdrucksform begünstigte?
Der Film verbindet die Weite und Schönheit einer grandiosen Landschaft mit dem Alltagsleben der Nomaden in der Einsamkeit der Steppe und abgelegenen Bergtälern, die Geräusche der Natur und Tierwelt mit den Obertongesängen tuvinischer “Meister” und den Klängen von Pferdegeigen und Maultrommeln; er zeigt etwas von der kulturellen “Wiedergeburt” Tuvas heute nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion, ohne die Schattenseiten der “Russifizierung” Tuvas und die Schwierigkeiten der gegenwärtigen Lebenssituation zu verschweigen.

 

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