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Opfer-Liste

Ein Dokumentarfilm von Wolfgang Bergmann
Laufzeit: 45 Minuten

 

Dieser Film beleuchtet zum ersten Mal ein vergessenes und lange tabuisiertes Kapitel deutsch-polnischer Nachkriegs-geschichte. Nicht nur die Deutschen, die aus den ehemaligen Ostgebieten vertrieben wurden, sind kollektiv für die Verbrechen des NS-Regimes bestraft worden. Auch Angehörige der deutschen Minderheit in Polen, die vor 1939 die polnische Staatsangehörigkeit besessen hatten, mussten 1945 allein wegen ihrer Herkunft büßen. Ohne den Nachweis individueller Schuld wurden deutsche Familien enteignet, zur Zwangsarbeit verpflichtet und meist in jenen Arbeits- und Konzentrationslagern aus der NS-Zeit interniert, die nur wenige Tage zuvor von der SS geräumt worden waren. Wo bis zum Januar 1945 Polen unter den Deutschen gelitten hatten, wurden nun Deutsche von den Polen unterdrückt, misshandelt.
Aus den jetzt zugänglichen, spärlichen Quellen geht hervor, daß bis zur Auflösung der Lager 1950 weit über 100.000 Deutsche vor allem in Oberschlesien, in Westpreußen und im Raum um Lodz inhaftiert waren. Die meisten von ihnen waren Frauen und Kinder – die Männer hatten sich entweder mit der Wehrmacht nach Westen abgesetzt oder befanden sich bereits in Kriegsgefangenschaft. Mindestens 20.000 dieser Inhaftierten sind als Folge von Misshandlungen, Epidemien und Hunger umgekommen.

Der Film begleitet ehemalige Lagerinsassen zurück nach Polen – ins oberschlesische Swietochlowiece, nach Sikawa bei Lodz und Potulice bei Bromberg. Anhand von einzelnen, typischen Ereignissen aus den ersten Nachkriegstagen und -wochen, schildern die Zeitzeugen die damalige, schutzlose Situation der Internierten in den Lagern und an ihren Arbeitsplätzen.

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