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HGW DEB Pfer 715

Ein Dokumentarfilm von Wolfgang Bergmann (60 Minuten)

 Winkler wurde am 24. Juli 1926 in Wuppertal-Barmen geboren. Sein Vater war Reitlehrer, die Pferdeställe dienten dem Jungen als Kinderzimmer. Schon als kleiner Bub saß er im Sattel, und rasch bekam er sein eigenes Pony geschenkt. Doch der Krieg zog auch an ihm und seiner Familie nicht ohne Schicksalsschläge vorbei. Mit 16 wurde Winkler zum Reichsarbeitsdienst eingezogen, später wurde er Soldat. Kurz vor Kriegsende floh er mit Gelbsucht aus belgischer Kriegsgefangenschaft. Sein Zuhause fand er ausgebombt vor, sein Vater war in den letzten Kriegswochen gefallen.

Nach Kriegsende wandte er sich nun erneut seiner großen Leidenschaft zu. Seine Erfolgsgeschichte ist untrennbar verknüpft mit schwierigen Pferden - und mit der so genannten Wunderstute „Halla“. Sie galt als zickige, unreitbare Stute, als „verrücktes, gescheitertes Military-Pferd“, wie sich Winkler erinnert. Zweifellos eine gewaltige Herausforderung selbst für erfahrene Reiter. Winkler nahm sie an und führte die eigenwillige Primadonna zu einer beispiellosen Serie von Springerfolgen. Als er Halla 1960 mit einem Siegesritt auf dem Turnier in Brüssel verabschiedete, machten sich einige Konkurrenten durchaus Hoffnungen, dass auch Winklers Karriere damit beendet sei. Falsch gedacht: Auch mit anderen Pferden ritt er erfolgreich bei den Olympiaden in Rom, Tokio und München und überzeugte die Weltöffentlichkeit immer wieder aufs Neue.

Seit seiner Abschieds-Ehrenrunde 1986 in Aachen saß Winkler nur noch selten im Sattel, heute muss er ganz darauf verzichten: Durch die Arbeit mit jungen Pferden hat er Rückenprobleme bekommen. Statt zu reiten treibt er Ausgleichssport wie Tennis und Skifahren. Im Pferdesport ist er jedoch immer noch tätig. So fördert und betreut er den Nachwuchs, für den er moderne Prüfungsrichtlinien entworfen hat. Zudem betreibt er in Warendorf nach wie vor einen Turnier-Stall, unterstützt seine Frau Debby beim Training und bei Turnieren - und das alles mit mittlerweile 79 Jahren.

Der Film stellt in Interviews und mit Archivmaterialien die entscheidenden Siege Winklers dar. Im dramatischen Mittelpunkt steht dabei die Goldmedaille 1956 in Stockholm. Sein größter Rivale Raimondo D’Inzeo aus Rom und der brasilianische Springreiter Nelson Pessoa erzählen von den sportlichen Begegnungen. Der Film gibt auch Einblicke ins Private. Die erste Ehefrau Inge Fellgiebel und seine jetzige Ehefrau Debby, aber auch die erste Reiterkameradin Inge Zimmer sprechen über ihre Erlebnisse mit dem Menschen Winkler.
Debby Winkler verstarb aufgrund eines Reitunfalls im Februar 2011.




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