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Chen Si mit Fernglas 600cro

Nach der Premiere auf dem größten Dokumentarfilmfestival in Amsterdam, der IDFA im November 2016 wird der Film am 6. März im ZDF kleines Fernsehspiel um 00:05 Uhr ausgestrahlt. Wir nehmen dies zum Anlass, den Film vorher öffentlich in Anwesenheit der Regisseurin und des Filmeditors vorzuführen und über ihn und die Lebensbedingungen in China zu diskutieren.

Synopsis:
An jedem Wochenende fährt Chen Si seine Runden auf der Jangtse Brücke in Nanjing, um Selbstmörder vom Sprung in den Tod abzuhalten. In den letzten 10 Jahren hat er über 200 Verzweifelte gerettet, die meisten kommen als Wanderarbeiter aus der Provinz auf der Suche nach einem besseren Leben. Sie sprechen freimütig über die Probleme die sich nicht länger aushalten können. Betrogen und entwürdigt von Vertretern der Staatsmacht oder den Arbeitgebern, schämen sie sich, vor den Erwartungen der Familie und den selbst gesetzten Zielen nicht entsprochen zu haben. So viel man im Verlaufe des Films von den Geretteten und ihren Lebensbedingungen erfährt, so umkreist der dicht montierte Film immer näher den Hauptheld Chen Si. Sein Blut ist von den Abgasen mit Blei vergiftet und die Schatten seiner Seele versucht er immer öfter mit Alkohol zu vertreiben. Am Ende des Films und einer langen Karaokenacht bricht aus ihm die tiefe Ahnung zur Gewißheit hervor: Ich bin kein Held und kein Gutmensch, doch ablassen von seinen guten Taten kann er dennoch nicht. Wer rettet ihn?